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Ist AT&T immer noch eine großartige Dividendenaktie?

Mit einem Deal zur Fusion von WarnerMedia mit Entdeckung (NASDAQ: DIAL)( NASDAQ: DISCK ), Telekom-Riese AT&T (NYSE: T)hat eine kostspielige Hin- und Rückreise ins Mediengeschäft hinter sich. AT&T kaufte bereits 2014 den Satelliten-TV-Anbieter DIRECTV mit einem 49-Milliarden-Dollar-Deal und folgte einige Jahre später mit einem 85-Milliarden-Dollar-Deal für Time Warner. Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Time Warner-Deals hatte AT&T satte 180 Milliarden Dollar Schulden in seiner Bilanz.

Die Übernahme von DIRECTV war eine Katastrophe. Das Unternehmen hat jahrelang Pay-TV-Abonnenten abgestoßen, bevor es endlich Verkauf einer Minderheitsbeteiligung am Unternehmen zu einer Bewertung, die weit unter dem liegt, was sie bezahlt hat. Die Übernahme von Time Warner brachte AT&T einige wertvolle Vermögenswerte, insbesondere HBO, aber die Kombination der beiden Unternehmen machte nie so viel Sinn.

wenn ein Unternehmen ein anderes Unternehmen kauft

Durch den Deal mit Discovery wird AT&T wieder zu einem Telekommunikationsunternehmen. AT&T erhält 43 Milliarden US-Dollar in Form von Barmitteln, Schuldverschreibungen und der Einbehaltung der Schulden von WarnerMedia, während die Aktionäre von AT&T 71 % des neuen Medienunternehmens besitzen werden.





Bis 2023 soll das neue Medienunternehmen einen Umsatz von 52 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von etwa 8 Milliarden US-Dollar erzielen. Das sind gute Nachrichten für AT&T-Aktionäre. Die schlechte Nachricht für die Aktionäre von AT&T ist, dass AT&T diese Gelegenheit nutzt, um seine Dividende drastisch zu kürzen.

Ein Glas Münzen mit der Aufschrift Dividenden.

Bildquelle: Getty Images.



Eine große Dividendenkürzung

Telekommunikationsaktien sind traditionell große Dividendenzahler. AT&Ts Dividendenrendite liegt derzeit bei etwa 7%. Obwohl die Aktie seit Jahren ins Leere läuft, bietet diese hohe Dividendenrendite den Anlegern eine schöne Rendite.

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Diese hohe Dividende wurde durch die massiven Schulden in der Bilanz von AT&T fragil. Der Deal von WarnerMedia wird es AT&T ermöglichen, seine Schulden zu reduzieren, aber das Unternehmen geht noch einen Schritt weiter, um die Dividende nachhaltiger zu gestalten.

AT&T erwartet nach Abschluss der Transaktion einen jährlichen freien Cashflow von etwa 20 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen strebt eine Dividendenausschüttungsquote von 40 % bis 43 % an, sodass bis zu 8,6 Milliarden US-Dollar für die Zahlung von Dividenden verwendet werden. Das steht im Vergleich zu mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Dividendenzahlungen im Jahr 2020.



Mit anderen Worten, die Aktionäre von AT&T werden eine Dividendenkürzung zwischen 40% und 50% vornehmen. Beim aktuellen Aktienkurs würde die Dividendenrendite von AT&T je nach endgültiger Entscheidung auf etwa 3,5% oder 4% sinken.

Immer noch eine solide Dividendenaktie

Während die Aktionäre jedes Jahr weniger Geld von AT&T erhalten, ist die Geschichte jetzt viel einfacher. AT&T wird ein Telekommunikationsunternehmen sein, und die Dividendenkürzung wird Geld für Investitionen in 5G und Glasfaser-Breitband freisetzen. Aktienrückkäufe stehen ebenfalls auf dem Tisch, sobald AT&T seine Schulden ausreichend abgebaut hat. Das Unternehmen wird Aktienrückkäufe in Betracht ziehen, sobald das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBTIDA unter 2,5 fällt, was bis Ende 2023 der Fall sein soll.

Angesichts der Tatsache, dass AT&T derzeit für weniger als das Zehnfache seines freien Cashflows handelt, sind Aktienrückkäufe sehr sinnvoll. Eine hohe Dividende ist schön, aber möglicherweise nicht der optimale Weg, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben, wenn die Bewertung niedrig bleibt.

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Und natürlich werden die Aktionäre von AT&T ein Stück eines Medien- und Streaming-Giganten besitzen, der es besser aufnehmen kann Netflix und Disney . Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, werden die Aktionäre von AT&T eine solide Dividendenaktie sowie eine Wachstumsaktie besitzen. Das scheint mir kein schlechtes Geschäft zu sein.

Für die Aktionäre wäre es besser gewesen, wenn AT&T nie versucht hätte, ein Medienimperium aufzubauen. Aber angesichts der aktuellen Lage des Unternehmens ist dieser Deal der richtige Schritt. AT&T wird ein einfacheres Unternehmen mit einer geringeren Dividende sein, aber es könnte sich auf lange Sicht als eine bessere Investition erweisen als das komplizierte, fragile und hochverzinsliche Durcheinander der letzten Jahre.



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