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Warum Alexion Pharmaceuticals in die Höhe schnellen und AstraZeneca heute sinkt

Was ist passiert

Aktien des Spezialisten für seltene Krankheiten Alexion Pharma (NASDAQ: ALXN)sind am Montagmorgen um 10:03 Uhr EST um gesunde 30,6% gestiegen. Die Aktien des Biotech-Unternehmens steigen heute Morgen als Reaktion auf eine 39-Milliarden-Dollar-Übernahmevereinbarung mit dem britischen und schwedischen Pharmariesen AstraZeneca (NASDAQ: AZN).

Dieser Bar- und Aktienfusionsvertrag bewertet Alexion Berichten zufolge mit 175 USD pro Aktie, was einer Prämie von 45% gegenüber dem Schlusskurs der Aktien des Unternehmens am vergangenen Freitag entspricht. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre von Alexion rund 15 % des neu gegründeten Healthcare-Titans besitzen.

Zwei Geschäftsleute, die sich über einem Tisch die Hände schütteln.

Bildquelle: Getty Images.





Die Aktien von Astra reagieren jedoch schlecht auf diese Nachricht, da die Aktien des Arzneimittelherstellers im frühen Morgenhandel um bis zu 7% gefallen sind. Damit hat der Arzneimittelhersteller seit der Eröffnungsglocke vor wenigen Stunden rund 8 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren.

Na und

Es ist zwar nicht gerade ein Geheimnis, dass Astra in diesem Jahr auf der Suche nach Deals war, um das Umsatzziel von CEO Pascal Soriot von 40 Milliarden US-Dollar bis 2023 zu erreichen, aber Alexion und sein Portfolio an seltenen Krankheiten waren wahrscheinlich nicht auf dem Radar der meisten Investoren.



Der Grund dafür ist, dass sich Astra in den letzten Jahren stark auf den Aufbau eines erstklassigen Portfolios an Krebsmedikamenten konzentriert hat – unterstrichen durch die Entwicklung mehrerer neuer Wachstumsprodukte wie dem Lungenkrebsmedikament Tagrisso, dem PARP-Inhibitor Lynparza und dem Checkpoint-Inhibitor Imfinzi.

Wall Street und Brancheninsider erwarteten in der Tat weitgehend, dass der Pharmariese im Einklang mit seinem Aufstieg als Onkologie-Kraftpaket eine Bolt-on-Akquisition durchführen würde. Diese umfangreiche Akquisition von seltenen Krankheiten führt Astra jedoch in eine völlig andere Richtung, was die heute ausgesprochen düstere Reaktion der Aktionäre von Biopharma erklären könnte.

Was jetzt

Hat Astra den richtigen Schritt gemacht? Wenn auch unerwartet, birgt Astras tiefes Eintauchen in das Reich der Medikamente für seltene Krankheiten aus Wachstumssicht viel versprechend. Immerhin könnte sich der Jahresumsatz von Alexion bis 2025 gegenüber dem aktuellen Niveau mehr als verdoppeln. Daher sollten Schnäppchenjäger heute von dieser Schwäche der Aktien des Pharmariesen profitieren.





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